Author: Admin

TEM QUE CONTINUAR TOUR 2016 – LAGEBERICHT

Unsere VIERTE Brasilientour beginnt am 29.01. in São Paulo – aber nicht mit einem Yellow Cap Konzert. Gleich am ersten Abend, ein paar Stunden nach der Landung sind wir zu Gast beim Karnevalskonzert unserer Freunde von OBMJ (Orquestra Brasileira de Música Jamaicana), eine ziemlich bekannte Rocksteady Band aus São Paulo. Bloß keine Zeit mit Ausruhen verschwenden. Die Brasilianer nehmen es mit den Karnevalsdaten nicht ganz so genau. Also bekommen wir schon am ersten Abend einen Vorgeschmack auf das was uns noch erwartet. Apropos: Beste Grüße nach Köln, Mainz und Co. Denkt doch eventuell mal darüber nach, Fasching in den Sommer zu verschieben. Es feiert sich bei 30°C einfach noch mal besser. Eine entsprechende Petition würden wir sofort unterschreiben.

Am folgenden Tag mussten wir uns dann doch ein bisschen Ausruhen. Die Anreise war lang, und in Brasilien ist Hochsommer, die Luft in São Paulo steht. Wir schwitzen. Im Stehen. Im Sitzen. Im Schatten, Auf der Bühne. An der Bar. Nachts auch. Da helfen nur kalte Getränke und die eigene Geschwindigkeit senken. Mittlerweile gelingt es uns mühelos, das deutsche Tempo rauszunehmen. Brasilien läuft generell langsamer.

 

IMG_6488

 

Der erste Höhepunkt der Tour: Am 31. Januar sind wir mit Victor Rice im Tonstudio verabredet. Nach langer Vorarbeit nehmen wir unter seiner Leitung einen neuen Song auf. Viktor Rice! Wär hätte das gedacht. Ein äußert angenehmer, sehr entspannter und sehr talentierter Mann. Nicht umsonst gehört er in der Szene zu den bekanntesten und erfahrensten Produzenten. Wir haben uns Verstärkung eingeladen: In Deutschland weniger bekannt aber in Brasilien dafür uma problema grande – eine große Nummer – Lourdes la Luz rappt für uns den Ragga-Part. Gänsehaut. Ihr Song „Andei“ gehörte zum Soundtrack der vorherigen Touren, und jetzt steht sie am Mikro und liefert sowas von ab. Für uns! Wir sind alle platt. Viktor auch. Spät in der Nacht sitzen wir eng an eng in seinem Apartment im 30. Stock des Edificio Copan, schauen zu wie er die Aufnahmen mixt, hören seinen Anekdoten aus über 30 Jahren im Geschäft zu und sind ganz high von dem atemberaubenden Panorama des nächtlichen São Paulo. Das Edificio Copan – gebaut nach Oscar Niemeyers Entwürfen, war bei seiner Fertigstellung 1966 das größte Gebäude der Welt. Es beherbergt rund 5000 Bewohner in 1160 Wohnungen und hat eine eigene Postleitzahl. Alles in allem ein unglaublicher Tag. Auf dem Weg zu Viktor geraten wir in einen schwul-lesbischen Karnevalsumzug. Mehrere tausend Menschen tanzen ausgelassen hinter einem Truck her, vom dem ohrenbetäubend laute, brasilianische Karnevalsmusik dröhnt. Als wir auf dem Rückweg sind – der lange dauert, weil wir einen langen Umweg durch viele Bars gehen müssen – ist der Umzug zwar vorbei, aber es ist immer noch Volksfeststimmung. Die Straßen sind voller Menschen. In 4 Stunden müssen die alle auf Arbeit sein, oder? Was für ein unglaublicher Tag. Oh, nebenbei bemerkt: Die Band war super im Studio. A Cozinha – die Brasilianer nennen die Rhythmusgruppe „die Küche“ – hat zusammen eingespielt. Ebenso die Bläser. Das erzeugt einen schönen, naturbelassenen, warmen Sound und sorgt für Atmosphäre.

Der nächste Tag – nach einem langen Arbeitstag darf man das – beginnt für uns am frühen Nachmittag mit einem ausgezeichneten Essen in einem der Restaurant, in dem man nach Gewicht bezahlt – typisch für Brasilien. Man bedient sich an einem riesigen Buffet nach Herzenslust, der Teller wird gewogen, und man bezahlt zwischen 20 und 40 Real (5-10 Euro) pro Kilogramm. Das Essen ist hervorragend und ungesund. Viel Fett, viel Käse, viel Fleisch, auch Gemüse, aber das sieht man seltener auf den Tellern. Überall in den Städten hängen Werbebanner für Sal de Frutas, Fruchtsalz. Es lindert Katerbeschwerden. Da weiß man eigentlich Bescheid, was hier los ist. Am späten Abend fahren wir mit dem Nachtbus nach Rio de Janeiro. Als wir am morgen am Busbahnhof sitzen und ein bisschen Zeit totschlagen, bevor wir im Hostel einchecken können, erwischt Clemens eine fiese Magen-Darm-Erkrankung, die über die nächsten Tage fünf von uns mehr oder weniger stark mitnehmen. Sal de Frutas hilft auch dagegen. Den Tipp bekommen wir von Fritz´ brasilianischer Schwiegermutter. Ah, wichtige Information: Leider konnte Christoph, unser Gitarrist aus beruflichen Gründen nicht mitkommen. Fritz Bayer ist für ihn eingesprungen und hat ihn großartig ersetzt. Danke Fritz!

Clemens ist am Abend zumindest wieder so fit, dass wir unser erstes Konzert mit ihm spielen können. Bis kurz vor der Show war das nicht klar, denn ihm ging´s wirklich übel. Die erste Show der Tour. Mitten im Szeneviertel Lapa, dem Viertel, dass bei der Entstehung des Samba, Pagode, Bossa Nova und Forró eine wichtige Rolle gespielt hat. Vor uns spielt Fernanda Sant´Anna Brasilidade – unterstützt von unserem Bläsersatz. Das Publikum war zwar überschaubar, dafür aber super herzlich, engagiert und familiär. Höhepunkt der Show war 54-46 von Toots Hibbert im Duett mit Fernanda.

Den folgenden Tag verbringen wir größtenteils am Strand von Ipanema. Fritz geht´s anfangs schlecht. Der zweite nach Clemens, zum Glück nicht ganz schlimm. Aber die Seeluft und die Sonne bessern seinen Zustand.

An unserem letzten Tag in Rio Tag haben wir eine Verabredung mit Fernanda und ihren Bandkollegen Licinho (Percussion) und William Magalhães (Gitarre) in einem kleinen Studio an der Copacabana. Wir haben die drei eingeladen, ebenfalls eine Strophe für „Around the World“ einzuspielen, das wir in São Paulo aufgenommen haben. Wir hoffen, das Resultat noch in diesem Sommer veröffentlichen zu können.

Nächster Halt São Carlos. Wir spielen im gutbesuchten GIG mitten in der Stadt. Kurz vor der Show wird Kay ganz weiß im Gesicht. Alle wissen was das heißt: 24h Badzimmer. Kay, wie war das für dich? „Ich muss ganz ehrlich sagen, so ein schweres Konzert musste ich noch nie spielen. Es ist super anstrengend, sich auf die Songs zu konzentrieren, wenn man permanent Angst hat, dass man sich ins Publikum übergeben könnte. Wie auch immer, auch dieses Konzert haben wir bis zum Ende gespielt. Und an welchem Ort und wie ich die darauffolgenden Stunden verbracht habe, will niemand wissen…“ Peter hatte vor, während und noch einen Tag nach dieser Show Fieber allem drum und dran. Grippeerkrankungen sind im Moment in Brasilien ein besonders sensibles Thema. Jeder weiß um die schlimmen Folgen der Zika-Infektion. Ganz wohl war uns allen also nicht, bis sich Peters Zustand deutlich besserte.

Am nächsten Tag wurden wir gegen Mittag von unserem Fahrer Ronaldo abgeholt. Seine satte Verspätung brachte ihm den Spitznamen „Delaycio“ ein. Bis zum Ende der Tour hat er uns mindestens ein  Mal das Leben gerettet – kein Witz, es war ein Ausweichmanöver um einen geisterfahrenden Laster nötig, bei dem wir um ein Haar alle laut geschrien hätten. Und er hat uns auf seine sehr brasilianische Art bei einer Verkehrskontrolle vor Schlimmerem bewahrt, in dem er so getan hat, als würde die Schiebetür klemmen, um uns Zeit zum Anschnallen zu verschaffen. Die brasilianische Polizei ist ja bekannt für ihr entschlossenes, oft unangemessenes Vorgehen.

Unser nächstes Ziel war eine Fazenda, eine Farm, in der Nähe der Stadt Sertãozinho. Dort haben wir gegen zwei Uhr morgens als dritte Band auf einem Festival mit dem Namen „Grito Rock“ gespielt. „Grito Rock“ Konzerte sind landesweit stattfindende  Veranstaltungen als Alternative zum herkömmlichen Karneval. Da wir am nächsten Abend in der alten Kolonialstadt Ouro Preto in Minas Gerais – ca. 10 Autostunden entfernt – spielen sollten, haben wir uns entschieden, noch in der gleichen Nacht loszufahren. Unter anderem auch deswegen, weil der Veranstalter nicht bedacht hatte, dass wir irgendwo schlafen müssen. Kann mal passieren. Zu diesem Zeitpunkt war die Tour sehr, sehr anstrengend. Unter anderem auch deswegen, weil wir aufgrund eines Missverständnisses zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen, wo wir nächste Nacht schlafen… und wann unser Fahrer mal schlafen kann.

 

YC 2016_Carnaval Ouro Preto_2

 

Sonntag, 07. Februar. Als wir am Nachmittag völlig platt auf dem Praça Tiradentes in Ouro Preto ankommen, ist aller Stress und alle Müdigkeit sofort vergessen. Dort ist die Hölle los! Die Stadt kocht und brodelt. Das ist Karneval. Ein Bloco de Samba (Samba-Block) nach dem anderen schiebt sich durch die berauschten Menschenmassen auf dem Platz und durch die kleinen malerischen Kolonialstraßen. Die Leute jubeln und tanzen. Als wir gegen 19:30 Uhr auf die Bühne gehen, sind ca. 20000 Menschen auf dem Platz – und die feiern uns und unsere Musik, wie auf keinem späteren Konzert. Euphorie, Exstase und noch was Krasses mit E… Eskalation vielleicht. Wir eskalieren ebenfalls. Es ist ein unbeschreiblich gutes Gefühl, dort vor diesem Publikum auf der Bühne zu stehen. Kurz vorm Ende der Setlist müssen wir unser Konzert unterbrechen, weil der älteste und bekanntest Bloco de Samba der Stadt auf dem Platz einzieht. „Bloco schlägt Band“ lautet die Regel. Ouro Preto flippt komplett aus. Als er in einer Nebenstraße verschwindet, ist es wieder Zeit für Yellow Cap. Es sind jetzt noch mehr Menschen auf dem Platz gekommen. Bis in die letzten Reihen wird zur Zugabe getanzt. Abriss. Feuerwerk. Große Gefühle. Es ist phantastisch. Wir bleiben nicht lange genug in der Stadt. Die Veranstalter haben für Hotelzimmer in Belo Horizonte gebucht. Bis Mitternacht wussten wir nicht, wo wir schlafen. Gegen halb zwei morgens geht es los. Leider. Drei Stunden Fahrt bis in die Hauptstadt von Minas, in der Jogis Team mit dem 7 zu 1 gegen die Seleção Fussballgeschichte geschrieben hat. Nach zwei sehr harten Tagen und einer noch härteren Nacht im Tour-Van fallen wir weiche Betten in luxuriösen Zimmern. Danke Ouro Preto, du warst gut zu uns.

Schon bei der Show auf der Fazenda wurden wir „gewarnt“, dass der Club in Ribeirão Preto, unserem nächsten Ziel, sehr, sehr klein sein würde. Als wir am Abend am Club vorfahren, stehen ca. 350 Leute davor und warten. Rein passen gerade mal 50 Leute. Im Prinzip stehen wir auf einem kleinen Innenhof mitten im Publikum. Der Übergang ist fließend. Alles tanzt, schuppst, schwitzt… wir werden wie Freunde behandelt. Eigentlich überall, aber hier besonders. Es wird unser „intimster“ Gig. Wir standen schon oft auf kleinen Bühnen. Aber so kuschelig war es noch nie. Nächstes Jahr sehen wir uns hoffentlich wieder.

 

YC 2016_PdC_NYP

 

Dann ein Heimspiel. Poços de Caldas. Zum vierten Mal. Wir kennen alle im New York Pub – der luxuriöseste Club auf jeder Tour. Alle kennen uns. Die Kur-Stadt ist in Karnevalsstimmung. Die Veranstaltungen sind nirgends so pompös wie in Rio de Janeiro oder Sao Paulo. Aber Spass haben die Menschen am Karneval in vielen Städten. An jeder Ecke standen Bühnen, auf den von Blues bis Samba-Rock alles gespielt wird. Die Skafraktion, also wir, locken 450 zahlenden Gästen an. Ausverkauft! Das Publikum singt sogar Rudi Posaunen-Solo in Mrs. Marple mit! Das gab´s noch nie. Der Abend endete spät bei einem Caipirinha mit unseren Freunden vom Casa Fora do Eixo. Der Rest vom Publikum hat ziemlich genau nach unserem letzten Song den Club verlassen. Wir waren die letzte, offizielle Veranstaltung der Stadt. Als jemand von uns nach dem Gig auf die Uhr schaut, ist es vier Uhr morgens. Aschermittwoch. Wir bleiben noch… Ein dickes Lob für Durchhaltevermögen und Unbesiegbarkeit geht an Lars Friedrich, der seit dem frühen Morgen Magen-Darm-Probleme hatte. Zäher Hund vom Land!

Dann eine endlos scheinende Fahrt nach Barbacena. Thomsen ist krank. Ratet mal, was er hatte? In Barbacena,  dem Hauptquartier früher Touren treffen wir unseren langjährigen Freund, Teilzeit-Manager und Tour-Begleiter Fred Furtado. Ohne ihn und seinen Brother in Crime Clebinho wäre es uns unmöglich gewesen, den Bekanntheitsgrad zu erreichen, den wir inzwischen in Brasilien haben. Wie im letzten Jahr spielen wir im Mirante-Club auf dem Hausberg, hoch über der Stadt – was für ein phantastischer Blick. Aber anders als im letzten Jahr wird es ein Konzert für Freunde und Bekannte. Verwunderlich ist das nicht, denn nach der tagelangen Dauerparty sind hier alle ausgelaugt und fertig. Wir hatten also mit wenig Publikum gerechnet. Alle Anwesenden aber sind bester Stimmung, und es wird ein langer, feuchtfröhlicher Abend mit guten Freunden. Wir sehen die Sonne aufgehen.

Bevor wir am nächsten Mittag nach Belo Horizonte aufbrechen müssen, bleibt noch Zeit für ein gemeinsames Essen mit Fred. Wer mal in Barbacena ist: Gegenüber von der Post am Marktplatz gibt es dieses Preis-pro-Kilo-Restaurant. Super.

Das Team im Baixo Kulturzentrum in BH (die Abkürzung für Belo Horizonte – gesprochen Beha-Ga) erwartet uns schon. Der Soundcheck wird reichlich abenteuerlich, aber wir haben gelernt, locker zu bleiben. Alles halb so wild. Und tatsächlich, am Abend auf der Bühne ist der Sound zwar schwierig, aber der Stimmung tut das keinen Abbruch. Der Club war gut voll und die Gäste schienen sich vom Karneval schon wieder ganz gut erholt zu haben.

12. Februar. Vorletzte Show, die Tour neigt sich dem Ende. Nach einer ganztägigen Autofahrt kommen wir mit leichter Verspätung in Campinas an. David, der Veranstalter, war sehr glücklich, dass er uns als Headliner für das 10. Jubiläum seines Festivals „Skandalosa“ gewinnen konnte. Malacabeza, die zweite Band des Abends, die wir schon aus dem Vorjahr kennen, machen mit einem Set lässiger, alter Rocksteady-Hymnen den Anfang. Als wir dann später gemeinsam ein Lied von „Derrick Morgan“ spielten, platzte der Club fast aus allen Nähten. Eine lange, zerfeierte Nacht endet bei Sonnenaufgang auf der Terrasse von Davids Haus.

Und dann war es auch schon soweit. Letzter Tourtag. Die Fahrt nach São Paulo ist die kürzeste der Tour. Es sind nur ca. 100 Kilometer – locker in 2 Stunden schaffbar. Zum krönenden Abschluss spielen wir als Headliner des „Skarnaval“ Festival. Außerdem sind die brasilianischen Ska-Bands „SAPOBANJO“ und „NOKADS“ dabei. Larry, unser Drummer, unterbricht das Konzert in der ersten Hälfte und fordert das Publikum auf, ein Geburtstagsständchen für Kay zu singen. Der ganze Saal singt „Parabens pra voce“. Unglaublich! Kay war sichtlich gerührt und auch ein bisschen rot vor Scham.

Zwei Stunden später trinken wir unser letztes gemeinsames Getränk als komplette Band im Hof vorm Hotel, denn am nächsten Tag werden Peter (Keyboard), Fiedel (Trompete) und Fritz (Gitarre) uns in Richtung Deutschland verlassen. Der Rest der Band wird am nächsten Morgen zur Erholung an den Strand der Costa Verde  fahren und dort noch ein paar sehr entspannte Tage verbringen – in einem kleinen verschlafenen Ort am Strand, umgeben vom Küstendschungel und Paradiesvögeln … uns eingeschlossen. Das lokale Lieblingsgetränk heißt Gabriela.

Nun sind wir zurück und strotzen vor neuen Vorsätze, Ideen und Inspirationen. Hoffentlich überspült der Alltag nicht gleich alles davon. Merken: Gleich in den nächsten Tagen hinsetzen und die nächste Tour planen!

Haut rein, bis bald!

 

Ach übrigens, weil wir häufig gefragt werden, was der Blödsinn mit dem Schumi-Daumen soll… Das ist in Brasilien das universelle Zeichen für:

“Danke, gut”

“Super Sache”

“Grüß dich erstmal”

und ähnlich Floskeln. Und da wir Land und Leute mögen, machen wir das auch :-)

BESTE SKABAND 2015

DRP_02Die Jury des Deutschen Rock & Pop Preises hat uns gerade zur besten Skaband 2015 gekürt. Darüber freuen wir uns außerordentlich! Wir bedanken uns bei der Jury und versprechen hiermit , dass angemessen zu feiern. Herzlichen Glückwunsch auch an alle anderen Preisträger. Rock on!

 

 

Vamos para o Brasil!

YC-Slider-BRA16

Oi gente, we come to Brazil again. Tour starts at JAN 30. and ends at FEB 14. 2016. If you want us at your club don´t hesitate to get in touch with us. Write an email to kay.natusch@gmail.com or freddjazz@gmail.com

See you soon!

NEW FOOD FROM BRAZIL!

Folks, check out our little video diary about the Brazil Tour 2015. We hope you´ll like it :-) Stay tuned…

SAUDADE DE BRASIL TOUR 2015 – THE TOUR STORY

You should never let go of the good habits. We don’t. This is why we went back to Brazil for our third tour.

The short version which we would never write and which no one would read as it just wouldn’t do justice would maybe sound like this: “nine shows in two weeks, more or less the same cities, partly even the same clubs as the years before – plus Rio de Janeiro. Having splashed in the waves at Copacabana. It was quite stressful, always exciting and simply great. We want to thank Goethe Institute for their active and straightforward support. Keep it up!” Awful… that’s like reducing the world championships last year to Germany winning the cup.

A little unconventional but the best way to give a summary in an adequate length seems to be this one:

April 02. Sao Paulo. Centro Cultural Rio Verde. Facing the truth of 30 hours of travelling to Sao Paulo without really sleeping and directly playing a show we definitely are allowed to tap our own the back. In the end it wasn’t really clear whether the audience cheers us or us the audience. Highlights: The great band Msário (see here: goo.gl/k7z5eM). If you’re interested, google the club, which is really an eye-catcher. When the indoor event was over at 5 in the morning around 100 people gathered outdoors singing and dancing to the rhythm of a triangle.

Sao Paulo 2015 - Centro Cultural Rio Verde
Sao Paulo 2015 – Centro Cultural Rio Verde

03. April. Rio de Janeiro. Audio Rebel. Our first gig in Rio. Ever. Not much sleep the night before, bad and non-relaxing sleep during the eight hour bus ride. This gig was also special in its way. The club was really small and cooled down to 15°C. We were freezing. Opener to the night was a Stoner Rock Band playing for around 20 people, meaning the club was filled around 50 percent. Good vibes in the crowd during our shows, the audience being a bit surprised. Maybe we were the first skaband playing at Audio Rebel.

04. April. Belo Horizonte. Mercado Distrital. After another eight hours on the road we arrived in Belo Horizonte (GER – BRA 7:1!!!) at the back entrance of the Mercado. It smelled of something really disgusting. Normally it is an indoor market, but Brazil is partying everywhere, so as we started our show more than 500 people were there. Everybody was dressed up like hell. Unfortunately 80 percent were ignoring the band playing … The first rows move their feet a little. For the band playing after us it didn’t feel any different.

Belo Horizonte 2015 - Mercado Distrital
Belo Horizonte 2015 – Mercado Distrital

05. April. Barbacena. Mirante Pup. High above the city. The home of our friend Fred Furtado, who we cannot thank enough (gratidão!). His casa is our casa. Fortunately we had the chance to sleep a lot. We had around 80 guests, a little less than last year. No need to cry. It was muito legal. This is why we played for around two hours.

07. April. Belo Horizonte. (GER – BRA 7:1!!!) BAIXO Centro Cultural. Due to the day off before we are well-rested. After having arrived at the bus station we go on with three taxis. The rhythm crew gets out at the wrong place below a bridge, surround by some dubious folks. In the blink of an eye the police arrives at the scene and investigates with the fingers on their guns a little too rigorous. We felt unpleasant. Brazil isn’t always nice. Finally Kay finds the missing guys, they were just a corner away from the club. This time to crowd really likes us. We like them too. Great evening! Strongly recommended place: Samba Rooms Hostel.

09. April. Poços de Caldas. New York Pub. Everybody thinks of a narrow, dark drinking hole. But more than 350 people fit into this incredibly and nicely arranged drinking hole. We are being expected as we are old friends – our third show there. Osvaldo and his crew were “mothering” us outstandingly. This night the club is not completely sold out but the audience cheers for double its size. After the show we are convinced to give a video interview (which we will upload soon to our website). After that we’re free. And as we’re all good friends and fit so well together the sun is already out as we say goodbye and almost directly step back into the tour van.

Poços de Caldas 2015 - New York Pub
Poços de Caldas 2015 – New York Pub

10. April. Rio de Janeiro. Second time. Porto Pirata. We were warned during our first stay in Rio. The club is located directly in the grubbiest red light district of the city, Villa Mimosa. It’s not beautiful, but so exciting that we do feel a little unconfortable in the first place. Rio might also be dangerous at one or another point. But here Diego el Cheffe calms us down a little when he tells us that Porto Pirata is under the umbrella of one of the big motorcycle clubs. Well ok! It’s 6pm, we’re dead tired (see April 9), and we’re supposed to play and 2am. There’s no backstage and Diego miscalculated the size of our band plus driver (10!) when he offered us to sleep in the club. Never mind, he spontaneously organised a hostel in Copacabana – we’ll survive. The evening is enourmously exhausting but interesting. The 50 people in the audience like us as much as the supporting punk-duo ANTIBANDA and the metal band ATOX that plays after our show. It’s 4 in the morning on a weekday and ear-battering loud when we’re heading off to the hostel. People living next door. Brazil is crazy.

11. April. Juiz de Fora. Bar da Fabrica. We played here before in 2013. Without the singer who had to take care of the injured trumpet player, who therefore also wasn’t there. The numerous guests enjoyed inprovised lyrics, instrumentals and SEEED raps to Yellow Cap songs. This time it was more relaxed. The 50 guests in the Bar da Fabrica which fits at least 250, did their thing quite well. We did well too. This shows again that neither the club size nor the number of guests count for having a good time. We had a good time! Worth telling: After several nights in hostel rooms with bunk beds and shared bathrooms we could spend a very short but recreative night in a real hotel – we learned to appreciate that.

12. April. Campinas. 9. Skandalosa at the Club Woodstock. David, who we play for the third time, initially planned the festival in Americana SP. But for unknown reasons the show was relocated. The festival was a rather small club show then. We needed to improvise a littlee with the P.A. With around 50 guests it was a small but yet very good, last concert in a uniqute club tour. Sometimes something happens between musicians on stage … hard to describe… it seems to run by itself. This happened also on other nights before. But when it happens on the last gig, it is special for everybody. A sign?

Every tour had its own character so far. 2013 – everybody’s first time und unfortunately marked by the heavy accident. 2014 – due to some show cancellations chaotic on one hand and relaxed on the other. The tour this year was the most stressful, as we have never before played so many shows in a row. The circumstances for not convenient at all. We had seven, eight or more hours on the road behind us when we arrived at a place, had soundcheck and then had to wait for hours – but couldn’t get a rest. Shows started after midnight and until we had reloaded everything into the van it was at least 4 am. And of course a Caipirinha waited for us. After 2, 3 or maximum 4 hours of sleep we drove to the next city. Some may think that these poor musicians are really facing a hard destiny – of cours not, on the contrary! We’re not complaining at all. Not when coming home nor while on tour. It’s a privilege and a lucky chance, which will hopefully repeat in 2016.

In terms of the music it was the most intense tour. It was the first Brazil tour with the original line-up. And compared to 2013 and 14 we often played on small stages, sometimes under bad circumstances. These experiences make a band better, more mature.

Brazil easily surprised us, even during the third tour. It was the first time we were not touring during Carneval, on purpose! Thus we learned how that country is in a „normal state“ (if that exists). A new experience, as the carneval influences everything. Everybody is freaking out and electrifying everyone else. But you’re anyways partly def and overwhelmed by all that noise, the smells and the squeezing crowds. But Brazil is more than a hip shaker. But still the difference between Carneval and not-Carneval is not as big as in – let’s say Cologne.

If you want more – watch our tour videos on facebook.com/yellowcap

 

And our last statement: Dear Goethe Institute, it is absolutely nessecary that we thank you once again for your support before and during our tour, especially as we have not played the big shows this year. We appreciate a lot. Big up. Pleasure. See ya next year.

 

 

SAUDADE DE BRASIL TOUR 2015 – TOURBERICHT

Man soll ja mit guten Gewohnheiten nicht brechen. Machen wir auch nicht… und waren deshalb zum dritten Mal in Brasilien auf Tour.

Die kurze Version, die wir nie schreiben würden und die niemand lesen sollte, weil sie der Sache nicht im Geringsten gerecht würde, klänge so: Neun Shows in 14 Tagen. Etwa die gleichen Städte, zum Teil sogar die gleichen Clubs wie 2014 und 2013 plus Rio de Janeiro. Einmal an der Copacabana baden gewesen. Es war recht anstrengend, immer aufregend und einfach großartig. Wir bedanken uns besonders beim Goethe-Institut für die tatkräftige und unkomplizierte Unterstützung. Weiter so! …schrecklich, das ist ja, als würde man die WM 2014 darauf beschränken, dass Deutschland gewonnen hat.

Ein bisschen unkonventionell aber die beste Art, um eine interessante Zusammenfassung in erträglicher Länge anzubieten, ist wahrscheinlich diese.

02. April. Sao Paulo. Centro Cultural Rio Verde. Anbetracht der Tatsache, dass der größte Teil der Band am nach 30 Stunden Anreise in Sao Paulo angekommen ist und auch tagsüber sehr wenig Schlaf bekommen hat, dürfen wir uns ruhig mal anerkennend auf die Schulter klopfen. Es war am Ende nicht so richtig klar, wer wen feiert – wir das Publikum oder es uns. Highlights: Vor uns Msário (findet man hier goo.gl/k7z5eM). Wer möchte, googlet den Club mal. Der ist nämlich auch optisch besonders. Nachdem gegen fünf Uhr morgens die Veranstaltung drinnen beendet war, standen noch 100 Leute auf der Strasse und haben zum Rhythmus einer Triangel gesungen und getanzt.

Sao Paulo 2015 - Centro Cultural Rio Verde

Sao Paulo 2015 – Centro Cultural Rio Verde

03. April. Rio de Janeiro. Audio Rebel. Unser erster Gig in Rio. Jemals. Wenig Schlaf in der Nacht zuvor. Schlechter Schlaf während der achtstündigen Fahrt im Tourbus. Auch dieser Gig ist auf seine Weise besonders. Der Club ist sehr sehr sehr sehr klein und auf ca. 15°C runtergekühlt. Wir frieren. Den Abend eröffnet eine Stoner Rock Band. Es sind ca. 20 Gäste da, womit der Club halb voll ist. Die Stimmung ist gut, das Publikum ist etwas überrascht. Im Audio Rebel spielen sicher nicht so oft Skabands.

04. April. Belo Horizonte. Mercado Distrital. Nach acht Stunden Fahrt kommen wir in Belo Horizonte (GER – BRA 7:1) am Hintereingang des Mercado zum Stehen. Es stinkt unerhört nach was Ekligem. Normalerweise ist das ein Indoor-Wochenmarkt. Aber Brasilien feiert überall! Als wir anfangen sind ca. 500 Gäste da. Alle viel zu schick für uns. Leider – auch das kommt vor – ignorieren uns 80 Prozent. Die vorderen Reihen  wippen ein bisschen. Der Band nach uns geht es genauso.

Belo Horizonte 2015 - Mercado Distrital

Belo Horizonte 2015 – Mercado Distrital

05. April. Barbacena. Mirante Pup. Hoch oben über Stadt. Die Stadt ist die Heimat unseres Freundes Fred Furtado, bei dem wir uns nicht genug bedanken können. Sein Haus ist unser Haus. Zum Glück sind wir ausgeschlafen. Es ist Ostersonntag. Wir haben ca. 80 Gäste, ein bisschen weniger als letztes Jahr. Kein Grund zum Weinen. Die Stimmung ist muito legal! Wir spielen deshalb auch gute 2 Stunden.

07. April. Belo Horizonte. (GER – BRA 7:1) BAIXO Centro Cultural. Dank des freien Tages, sind wir wohl alle das erste Mal ausgeschlafen. Nachdem wir am Busbahnhof angekommen sind, geht es in 3 Taxis weiter. Die Rhyhtmusgruppe wird am falschen Ort abgesetzt. Unter einer Brücke, umgeben von recht zwielichtigen Gestalten. Zack, da kommt auch schon ein Einsatzkommando und untersucht die Sache mit vorgehaltener Waffe etwas zu gründlich. Uns wird mulmig. Brasilien ist nicht nur schön. Schließlich findet Kay die Verschollenen wieder. Der Club ist nur eine Strassenecke weiter. Diesmal ist uns das Publikum sehr gewogen. Wir ihm auch. Toller Abend. Sehr zu empfehlen: Das Samba Rooms Hostel.

09. April. Poços de Caldas. New York Pub. Da denkt man gleich an eine enge, schummerige Spelunke. In diese äußerst schicke Spelunke mit allen Extras passen etwa 350 Gäste. Wir werden erwartet, denn wir sind alte Bekannte. Es ist unser drittes im New York Pub. Osvaldo und sein Team bemuttern uns hervorragend. Am Abend ist der Saal halbvoll. Aber gefeiert wird für doppelt so viele. Nach dem Konzert werden wir noch zu einem Video-Interview überredet (dass es demnächst sicher auf unser Website zu sehen geben wird). Danach haben wir frei. Und da die Poços-de-Caldas-er und wir so gut zusammen passen, wird es schon hell als wir uns verabschieden und beinahe direkt in den Tourbus steigen.

Poços de Caldas 2015 - New York Pub

Poços de Caldas 2015 – New York Pub

10. April. Rio de Janeiro. Zum zweiten Mal. Porto Pirata. Wir wurden beim ersten Termin in Rio schon gewarnt. Der Club liegt mitten im schmuddeligsten Rotlichtviertel der Stadt. In Villa Mimosa. Schön ist es nicht – aber so spannend, dass uns anfangs nicht ganz wohl ist. Rio ist ja an der ein- oder anderen Ecke auch gefährlich. Hier aber nicht beruhigt uns Diego el Cheffe, weil das Porto Pirata unter dem Schutz eines bekannten Motorradclubs steht. Na dann…  Es ist 18 Uhr. Wir sind totmüde (siehe 09. April), spielen sollen wir erst gegen 2 Uhr nachts. Es gibt keinen echten Backstage-Bereich. Diego hatte sich etwas verschätzt, als er uns sagte es sei kein Problem, im Club zu schlafen. Der Raum über dem Club ist etwa dreimaldrei Meter groß und eineinhalb hoch. Wir sind mit Fahrer zu zehnt. Macht aber nichts. Er organisiert uns ein Hostel an der Copacabana. Der Abend ist zwar mordsanstengend aber interessant. Die ca. 50 Gäste, mit denen der Club gut gefüllt ist, mögen unsere Musik genauso wie die des Punk-Duetts ANTIBANDA vor uns und die der Metaller ATOX nach uns. Es ist 4 Uhr morgens mitten in der Woche und ohrenbetäubend laut als wir in uns auf den Weg ins Hostel machen. Ringsrum wohnen Leute. Brasilien ist krass.

11. April. Juiz de Fora. Bar da Fabrica. 2013 haben wir hier schon mal gespielt. Ohne Sänger, der den schwer verletzten Trompeter nach Sao Paulo ins Krankenhaus bringen musste – der also auch nicht dabei war. Die zahlreichen Gäste damals haben gehörig zu Instrumentals und Seeed-Texten auf Yellow Caps Songs gefeiert. Diesmal war es entspannter. Die etwa 50 Gäste in der Bar da Fabrica, in die mindestens 250 reinpassen, haben ihre Sache sehr gut gemacht. Wir auch. Da sieht man mal wieder, dass weder die Größe des Clubs noch die Anzahl der Gäste darüber entscheidet, ob man nachher sagt, es war schön. Es war schön. Erwähnenswert: Wir verbringen nach vielen Nächten in Hostel-Zimmern mit dreistöckigen Betten und Gemeinschaftstoiletten. eine ziemlich kurze aber erholsame Nacht in einem echten Hotel. In Zimmern mit WC und Dusche – und wir wissen das zu schätzen.

12. April. Campinas. 9. Skandalosa im Club Woodstock. Urspünglich hatte David, für den wir schon das dritte Mal spielen, das Festival in Americana SP geplant. Aber aus uns unbekannten Gründen wurde es kurzfristig verlegt. So wurde aus dem Festival eher ein kleines Clubkonzert. Technisch gesehen musste auch ein bisschen improvisiert werden. Es war mit etwa 50 Gästen ein kleines aber sehr gutes, letztes Konzert einer einmaligen Clubtour. Manchmal entsteht auf der Bühne zwischen Musikern so ein Ding… schwer zu beschreiben… es scheint dann einfach ganz von alleine zu laufen. Das gab es auch an anderen Abenden schon. Aber wenn es beim letzten Gig passiert, ist es für jeden etwas Besonderes. Vielleicht ein Zeichen?

Bisher hatte jede Tour ihren ganz eigenen Charakter. 2013 – für alle das erste Mal und natürlich geprägt von den schweren Unfall. 2014 – aufgrund vieler Konzertausfälle einerseits chaotisch andererseits relativ entspannt. Diese Tour war mit Abstand am anstrengendsten, denn wir spielen selten so viele Shows in so kurzen Abständen. Auch die Umstände waren alle andere als bequem. Wir hatten oft sieben oder acht Stunden Fahrt hinter uns, wenn wir an einem Ort angekommen waren. Die Zeit zwischen Soundcheck und Konzert ist meist lang, aber an Schlaf ist nicht zu denken. Unsere Konzerte begannen meist nach Mitternacht. Bis wir alles verpackt und eingeladen haben, ist es dann vier Uhr morgens. Und ein Caipirinha will auch noch getrunken werden. Nach 3, max. 4 Stunden Schlaf geht es zum nächsten Auftritt. Jetzt wird der ein oder andere denken „Ach diese armen, armen Musiker. Was für ein hartes Schicksal.“ Natürlich nicht! Im Gegenteil. rufen wir euch zu. Niemand beschwert sich. Nachher nicht und auch während der Tour nicht. Es ist für uns ein Privileg und ein großer Glücksfall – der hoffentlich 2016 nochmal eintritt. Musikalisch gesehen war es für uns die wahrscheinlich intensivste Tour. Wir waren das erste Mal in Originalbesetzung unterwegs. Und wir haben im Vergleich zu 2013 und 14 oft in kleinen Clubs auf engen Bühnen unter etwas unbequemeren Bedingungen gespielt. Das macht eine Band besser, denn gerade solche Erfahrungen bringen dich weiter und lassen dich „reifen“.

Brasilien hat uns auch beim dritten Besuch noch mit links überrascht. Wir sind das erste Mal absichtlich außerhalb des Carnevals gefahren und haben das Land im „Normalzustand“ (wenn es den gibt) erlebt. Eine neue Erfahrung, denn der Carneval überdeckt einfach alles. Alle sind aus dem Häuschen und reißen dich mit – und das während du ohnehin halb betäubt und völlig überwältigt vom Krach, dem Geruch und der Enge bist. Aber Brasilien kann mehr als mit der Hüfte zu wackeln. Andererseits ist der Unterschied zwischen Carneval und Nicht-Carneval nicht so groß wie in sagen-wir-mal Köln.

Mehr davon – unter anderem kleine Reise-Videos – gibt es auf facebook.com/yellowcap

 

Und das müssen wir unbedingt noch erwähnen: Liebes Goethe-Institut, es ist bitternötig, dass wir uns noch einmal und in aller Form für eure Unterstützung vor und während der Tour bedanken – gerade weil wir in diesem Jahr nicht die großen Konzert gespielt haben! Wir schätzen das sehr! Big up. See´ya next year.

 

CHECK OUT AND SHARE!

Here comes the official tour flyer. Please keep in mind that dates or locations may change. So please keep informed and check our website – as often as you can! Feel free to share it.

YC-BRA15_72dpi

GOETHE-INSTITUT, DU PFUNDSKERL!

Deutschland, das Land der Dichter und Denker und Musiker! Wir alle so: YEAH! VOLLES BRETT! Ganz im Ernst. Darauf hatten wir gehofft. Aber damit gerechnet? Hm… Fifty fifty vielleicht. Und deshalb sind wir so aus dem Häuschen: Wir fahren diesmal mit freundlicher Unterstützung des Goethe-Instituts nach Brasilien – Grund genug für ein extradickes Dankeschön in manierlichem ABCB-Reim. Ganz ohne Anglizismen und Jugendsprech. (Obacht beim Lesen. In Zeile 1 der dritten Strophe springt das Metrum ab “größten” von Downbeat zu Offbeat.)

 

Wir danken Euch, wir danken Euch, Ihr guten Leut´ vom Institut.

Welch´ edler Mut Euch innewohnt, der steht Euch wirklich gut.

 

Das Haar zu lang, zu wenig Kraft, der Arbeit nachzugehn´.

so klang des Vaters Tadel einst. Gott weiß, es war nicht schön.

 

Nun adelt uns die Gunst des größten Denkers und Dichters hier im Land,

beziehungsweise eines Hauses, das seinen Namen statthaft fand.

 

Schweigt still ihr Zweifler, all ihr Väter. Ihr Miesepeter und ihr Narren.

Uns preist das Goethe-Institut. Und wir könn` nach Brasilien farren!

 

Liebe Mitarbeiter des Goethe-Instituts, wir sind Euch sehr dankbar für die tolle Unterstützung. Wir sind heilfroh und wirklich glücklich, denn ohne euch wäre die Sache vielleicht im Sand versickert. Deshalb bekommt Ihr von uns ganz offiziell 9 Gefällt-Mir-Daumen mit Zucker oben drauf!

YELLOW CAP IM THEATER

…und wir bekommen zum zweiten Mal die Gelegenheit, etwas abseits der für uns üblichen Bühnen zu arbeiten. Im Theater nämlich. Nachdem wir vor ein paar Jahren schon Erfahrungen sammeln durften und die Ehre hatten, das Görlitz-Zittauer Ensemble aus dem Orchestergraben zu unterstützen, freuen wir uns riesig auf die beiden Kinderkonzerte am 8. und 15. März. Ist nicht mehr so lang hin, liebe Kinder. Das wird super. Mehr dazu gibt es hier und in unserem Tourplan.

IT`S OFFICIAL – BRAAAAAAZIIIIIIL!

Yes! Thank you Geothe-Institut. Thank you Brazil. We do it again. Check our Tourdates and keep informed. See you in a bit…